Ein eigenständiges Stahltragwerk trägt das transparente Dach über dem Kutschenhof der Hofburg Brixen. Schlanke Kragarme und vertikale Zugstäbe halten die Dachlasten vom historischen Mauerwerk fern.
Der Wettbewerbsentwurf mit delueg Architekten verwandelt den Kutschenhof in einen lichtdurchfluteten Empfangs- und Aufenthaltsbereich zwischen Hofburg und Garten. Zwei flach geneigte Glasflächen bilden ein Grabendach und lassen die historischen Fassaden sichtbar.
Das Tragwerk steht unabhängig vom Bestand auf einer mittigen Stützenreihe. Die Stahlstützen verzweigen sich in schlanke, zu den Enden verjüngte Kragarme. Vertikale Zugstäbe binden deren Enden an eigene Fundamente zurück und stabilisieren das System auch bei ungleichmässiger Belastung. Die Dachkanten schliessen lediglich zur Abdichtung an das bestehende Mauerwerk an; Dachlasten werden nicht in die historischen Fassaden eingeleitet. Der Beitrag zum eingeladenen Wettbewerb von 2026 wurde nicht prämiert.




